Die Rückfahrt von unserem Sommerurlaub auf Sylt haben wir dieses Jahr nicht mit dem Autozug nach Niebüll begonnen. Die Fahrplanunregelmäßigkeiten der Bahn haben uns wirklich abgeschreckt. Daher fahren wir mit der Fähre von List zur dänischen Insel Römö. Dies ist zwar im Vergleich zur Bahn ein Umweg (ca. 1. Stunde mit dem Auto) allerdings kann man sich auf die Fähre verlassen und, da wir die Tickets bereits vorgebucht hatten, wußten wir genau, wann wir in Dänemark ankommen würden.

Direkt hinter der deutsch/dänischen Grenze in einem sehr kleinen Ort namens Seebüll liegt das Emil-Nolde-Museum. Da wir auf unserer Heimfahrt ausreichend Zeit haben, entschließen wir uns, hier einen Zwischenstopp einzulegen.

Bei der Anreise sollte man sich nicht durch die teilweise kleinen und unscheinbaren Wege verunsichern lassen. Das Navi führt einen korrekt zum Museum.

Es sind ausreichend Parkplätze vorhanden. Von hier läuft geht es zu Fuß durch einen kleinen Park etwa 500 Meter bis zum Eingang des Museum. Natürlich ist auch hier zunächst ein Souvenirshop, der reichlich besucht ist. Das Obergeschoss dieses Gebäudes ist heute wegen einer geschlossenen Gesellschaft nicht zugänglich. Wir erhalten eine Ermäßigung auf den Eintritt und zahlen 12 € für zwei Erwachsene und ein Kind (14).

Durch einen sehr schönen Park, mit sehr vielen Stauden, Rosen und Springbrunnen kommt man zum Wohnhaus der Noldes. Unterwegs gibt es in einem kleinen Gewächshaus Blumen, die auch im Garten wachsen, zu kaufen.

Das Haus selber ist bereits bereits in den 1920er Jahren entworfen und gebaut worden. Der Stil ist durchaus auch heute noch modern und muss damals enorm aufgefallen sein.

Die Ausstellung im inneren zeigt Noldes Werke aus diversen Schaffensperioden, jeweils mit sehr ausführlichen Erläuterungen zu den Umständen und aktuellen Entwicklungen im Land.

Wir haben den Besuch als sehr interessant empfunden. Auch für ein 14-jähriges Mädchen war die Ausstellung nicht langweilig. Daher kann ich ihn für einen kurzen Stopp jedem empfehlen.