Mülheim / Amsterdam

Pünktlich um 7.30 Uhr versammeln wir uns alle vor dem Gemeindehaus St. Raphael. Der Bus von Busunternehmen Denkhaus kommt, ca. 20 Sitzplätze und Anhänger. Sachen verstauen Einstieg! Winken! Abfahrt! Über die Busfahrt gibt es wenig zu berichten. Kein Stau. Blues Brothers aus dem Radio (nachdem der Busfahrer “Ich bin heiß wie ein Vulkan” aufgelegt hatte). No Passport Control an der Grenze zu den Niederlanden, Ankunft am Schiphol Airport, Amsterdam. Wir packen die Koffer aus dem Hänger und trinken erst einmal einen Kaffee im Selbstbedienungsrestaurant.

Nach dieser ersten Stärkung gehen wir zur Gepäckaufgabe um unserem ersten Problem zu begegnen. Marion, eine Angehörige der Stapper-Sippe, ist bereits an Board. Jemand namens “Stappert” ist bereits eingecheckt. Ein endloses Hin und Her in Holländisch, dann geht es weiter . ‘Prima’, denken wir. Ab zur Passkontrolle. Aber nichts mit durch und abgeflogen. Clemens wird genauer kontrolliert und abgeführt. Er hat im Oktober 1986 (in Worten: neunzehnhunert-sechsundachzig) einen abgelaufenen Personalausweis bei einer Butterfahrt vorgezeigt. Nun muss er 60 hfl (Niederländische Gulden) Strafe bezahlen. Wir treffen uns am Duty Free Shop und gehen von dort aus zur Handgepäckkontrolle. Tatsächlich werden einige von uns abgetastet, weil sie piepsen. Wir steigen in den Jumbo “Mississippi” ein. Sechs von uns müssen in die Business Class, weil die Tourist Class offensichtlich überbelegt ist. In der Tourist Class sind immer 10 Plätze in einer Reihe. Jeweils 3 an den Fenstern und 4 in der Mitte. Die Business Class hat es da wesentlich angenehmer. Hier sind nur 7 Plätze pro Reihe. Vor dem Flug bekommen wir Kopfhörer um unterwegs Musik hören zu können.

Unsere Flugdaten lauten:

FlugNr.                                     641

Reisegeschwindigkeit:            850 km/h

Flughöhe:                               11.000 m

Flugzeit:                                  7h 45 min

Flugentfernung:                      6.306 km

Wetter:                                   klar und kühl

Innentemperatur:                   21°C

Außentemperatur:                 -50°C

An einer Tafel können wir ablesen, zu welchem Zeitpunkt wir wo sind: Amsterdam: 13.45 Uhr MEZ Glasgow: 14.50 Uhr " BG: 59 LG: 30 16.45 Uhr " BG: 58 LG: 50 18.05 Uhr " New York: 13.30 Uhr Philadelphia Time

Wir müssen unsere Formulare ausfüllen, was nicht einfach ist, damit der Zoll weiß, dass wir nichts Verbotenes einführen. Als wir den ersten Zipfel von New York sehen wird es spannend und kurzzeitig turbulent. Aber die Landung ist hervorragend. Um zur Passkontrolle zu kommen müssen wir erst einmal in einem Gewirr aus Bändern Schlange stehen. Vorne steht eine Miss und sagt die Nummern der Schalter an. 2 m vor dem angesagten Schalter muss man stehenbleiben und warten bis der Vordermann fertig ist. Der Zollangestellte winkt einen zu sich. Er nimmt die Papiere, schaut, tippt, stempelt: "0. K.", "Thank you "Y E A H !". Das erste breite amerikanische "Yeah", cool.

Wir holen unser Gepäck vom Fließband. Nun geht‘s auf zur nächsten Schlange: 'Baggage Control'. Aber ein netter Beamter kommt und zeichnet unsere Formulare ab. da wir "group" sind. Jetzt sind wir in der amerikanischen "Freiheit". Draußen wartet ein Shuttle-Bus in die City, der 8 $ kostet. Über die Autos können wir nur staunen. Riesige Taxen und superlange Limousinen mit getönten Scheiben und Fernseher. Endlich kommt ein Bus. Die ersten fünf von uns können nur rein.

Wir verabreden uns am Sheraton Hotel. Der Bus fährt jedoch leider nur bis Grand Central. Wir beschließen dort zu warten. Nach einer guten Stunde Warten und einigem Angequatsche von Taxifahrern komplettieren wir uns kleckerweise. Mit der U-Bahn fahren wir dann bis zur 7th Ave. 57th Street. Zwei Straßen zurück finden wir das Hotel Wellington. Wahnsinn! Das soll unser Hotel sein?! Marmor. Spiegel. Kronleuchter und ein Türaufhalter. Wir können es kaum fassen. Auch die Zimmer sind prima.

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