Heute frühstücken wir unter Palmen, zwar zerstochen aber guter Laune. Gegen 10.00 Uhr machen wir uns auf zur Cocoa Beach. Clemens veranschlagt 20 – 30 Minuten Fahrzeit. Nach 1 1/2 Stunden sind wir da. Heute sind Wasser und Luft wärmer, die Wellen besser. Nach 2 1/2 Stunden Baden wollen wir noch nach Cape Canaveral. Kerstin hat kein Interesse und bleibt da. Die Sonne knallt auf uns herab. Das ideale Fotowetter. Wir sehen uns die draußen ausgestellten Raketen an und machen ein Gruppenfoto mit einem Astronaut. Bevor der Bus um 17.20 Uhr die Rundfahrt beginnt, gehen wir noch in die Andenkenlädchen und essen etwas.

Die Tour ist sehr interessant. Cape Canaveral ist ein riesiges Gebiet, wo alle Tiere geschützt leben. Es soll hier sogar Alligatoren geben. Wir sehen aber nur zwei Gürteltiere. Der Fahrer zeigt uns ein altes Kontrollzentrum, einige Startrampen und das große Montagegebäude mit einer davorliegenden Saturn V Rakete. Die Rückfahrt endet leider im Dunkeln, schlecht für Fotos.

Auf der Rückfahrt lesen wir Kerstin wieder auf und fahren einkaufen. Eigentlich wäre heute Bergfest angesagt. Doch da wir nur auf dem Hinterhof eines Medical Centers stehen, verschieben wir das auf Mor­gen.

12. Tag: Dienstag. 21.03.1989

Wir wollen gerade frühstücken, als uns eine Frau von dem Hintergof verscheucht. Also stellen wir uns bei Wendy‘s auf den Parkplatz und trinken Kaffee von Mc Donald's. Dort findet ein Scrabble Spiel statt, wo wir prompt zwei Ham-and-Egg-Muffins gewinnen. Nach dem Früh­stück geht es weiter nach Miami, über Palm Beach. Dort kreisen wir ein paar Mal durch die Villengegend. Super Häuser, Golfplätze, Palmen. Orangen und Grapefruitbäume.

Die Einfahrt nach Miami ist einmalig. Autobahnknoten, dann die Skyline und das superblaue Wasser. Nach einigem Suchen stellen wir uns auf einen Parkplatz und gehen baden. Weißer Sand, blaues Wasser und pinke, türkise und gelbe Hochhäuser. Die Sonne brennt, was unseren Sonnenbränden gar nicht gut tut.

Nach einem bisschen Schwimmen und Volleyballspielen geht‘s zum Campingplatz. Die Fahrt dorthin dauert wieder länger als erwartet. Der Platz scheint gut gesichert zu sein. Ein Tor aus Vierkantstahl, nur durch eine Magnetkarte oder Klingel zu öffnen. Aber die Anlage ist genial. Sehr sauber und ordentlich. Toilettenbenutzung nur mit Schlüssel. Hier auf diesem Platz campen viele alte Kameraden. Franzosen und Kanadier. Vor dem Essen gehen wir noch mal im 30 Grad warmen Pool schwimmen, dann fahren wir zum Pizza Hut. Auf dem Parkplatz steht ein Farbiger, der uns einfach einweist und Geld haben will. Christiane gibt ihm $ 3.00.

Im Restaurant warten wir etwas lange auf die Getränke und die Pizza. Diese ist jedoch für ein Fast-Food-Restaurant recht schmackhaft. Als wir das Lokal verlassen. kommt uns der Mann von vorhin wieder entgegen und behauptet, dass er die Wagen gewaschen hat. Zum Beweis hält er uns ein dreckiges Tuch entgegen. Nach einigem Handeln bekommt er $ 3,00, denn wer weiß, was da sonst noch alles kommt.

Ursprünglich hatten wir vor, noch tanzen zu gehen, aber nach Miami zu fahren lohnt sich nicht mehr. Also geht‘s zurück zum Campingplatz. Dort unterhalten wir uns noch mit einem Kanadier und trinken noch ein paar Budweiser bevor wir schlafen gehen.

 

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