Gestern Abend beim Bier fragte Clemens, ob wir uns das alles so vorgestellt hätten. Einstimmig stellten wir fest, dass alles hier zu überwältigend ist, um die Szenerie zu verkraften. Man fühlt sich, als träume man nur. Heute werden wir um 7.15 Uhr wach. Leider ist das Wetter durchwachsen. Um 8.30 Uhr machen wir uns auf zu “unserem” Coffee-Shop, wo wieder genüsslich gefrühstückt wird. Um 10.00 Uhr ist Messe in St. Patricks Cathedral. Der Dom steht mitten zwischen Manhattans Hochhäusern. Von der Messe versteht man nicht allzu viel (Englisch). Nach kurzer Fotopause geht‘s auf zur Freiheitsstatue. Vom Schiff hat man einen riesigen Ausblick auf die Skyline von Manhattan. Miss Liberty wir immer größer. Nach der Landung auf Liberty-Island laufen wir in den Sockel der Statue. Eine Hälfte von uns zum Lift. die andere zur Treppe. Wir, die Liftfahrer, schauen uns von der Plattform aus die Gegend an. Nun denken wir, dass wir rauf in die Krone laufen können. Weitgefehlt. Wir müssen runterfahren und uns in die endlose Treppenschlange einreihen. Oben angekommen kommt die Enttäuschung: Winzige Fenster auf 2 m Breite. Ein wenig gucken und wieder down-stairs. Um 15.00 Uhr geht das Schiff zurück nach Mannhattan und mit der Subway nach alle little Italy. Hier sieht man die typischen New Yorker Wohnblocks mit den Feuertreppen. Viele Geschäfte haben draußen noch Stände, wie ein Trödelmarkt.

Wieder im Hotel angekommen klappern wir nach kurzer Pause die umliegenden Foto- und Elektronikläden ab. Zum Abendessen fahren wir wieder nach little Italy. Nach langer Suche finden wir ein Ristorante, zwar nicht billig, aber wenn der Kohldampf treibt. Leider sind die Preise sogar ohne Service, also noch höher. Zum Tanzen im “Limelight” hat jetzt keiner mehr Lust. Also trinken wir die letzten zwei Bier an der Hotelbar.

4, Tag: Montag, 13.03.1989

Das Frühstück verläuft wie gewohnt. Heute heißt der erste Stop New York Stock Exchange, die New Yorker Wertpapierbörse. Die Sicherheitsbeamten nehmen uns die Kameras weg und durchleuchten unsere Taschen. Natürlich kann man in einem Andenkenshop seine Dollars loswerden. Der Börsensaal hat was Faszinierendes. Alle laufen wie die Ameisen herum aber da erklärende Tonbänder existieren, versteht man doch ein Bisschen von dem Chaos. Hilfreich sind auch die verschiedenfarbigen Jackets der Funktionsträger.

Nachdem wir unsere Kameras abgeholt haben, gehen wir zu Mc Donald's. Es gibt nichts Besseres auf der Wall Street. Da sitzen zwei Schlipsträger, mit den Fingern essend und sich über Börsenberichte unterhaltend. Nach dem Essen ist der Central Park angesagt. Die Wege sind betoniert, die Bäume kahl und eher spärlich gesetzt. Kurze Gedenksekunde an John Lennons Ehrenstein und dann runter zum UN-Gebäude Wir besichtigen nur den Andenkenshop, da eine Führung natürlich wieder Geld kostet. Auf dem anschließendem Weg zu Macy‘s verlieren wir Bernd. Na ja. Schicksal. Das größte Kaufhaus der Welt ist zwar ganz hübsch, aber die Sportabteilung äußerst beschränkt. Es gibt keine Sportgeräte. Danach wieder Fastfood. Außerdem haben wir einen Fototermin am Times Square. Das ist der Platz mit der berühmten Coca Cola Werbung.

Nach dem abendlichen Treffen trennen wir uns. Eine Gruppe sieht sich das Musical "Cats" in dem Theater 'Wintergarten" an, die anderen wollen ins Hard Rock Cafe. Dort kommt aber nur die Hälfte rein, weil einige noch nicht 21 Jahre alt sind. Die Jüngeren gehen solange zu Mc Donald's. Gegen 22.00 Uhr machen wir uns auf in Richtung "Lime-light", hoffend, dass wir hier alle rein dürfen. So geschehen, sind wir relativ begeistert. Es ist halbwegs leer, aber als dann auch die Musicalisten kommen wird‘s voller. Vor allem sind hier ältere Herren, die auf Frischfleisch aus sind. Eine zur Disco umgebaute Kirche scheint anzuregen. Nach Mitternacht geht‘s noch auf ein Bier (oder zwei) in die Hotelbar.

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