7. Tag: Donnerstag. 16.03.1989

Nach einem langen Abend gibt es gewisse Startschwierigkeiten. Das Wetter ist super. Wir spielen ein wenig Ball, frühstücken und machen uns auf den Weg nach Washington D. C. Außerhalb der Capital City stellen wir die Wagen ab und fahren mit der Metro in die Stadt. Zuerst nehmen wir uns das Capitol vor. Leider darf man nicht in die Sitzungsräume hinein. Sehr interessant sind die alten Räume aus der Gründerzeit, wie z. B. der erste Sitzungs-saal oder die Statuen der Präsidenten.

Nach dem Capitol trennen wir uns. Einige wollen in einen botanischen Garten gehen, der Rest geht ins Air and Space Museum. In dem Museum stehen uralte, halbneue und nagelneue Originale, z. B. die “Spirit of St. Louis”, ein Saturn V Triebwerk, usw. Das faszinierende in Washington ist, dass alle Besichtigungen kostenlos sind, da sie dem Smithonian Institut angehören. Nach dem Rundgang warten wir zur verabredeten Zeit auf die anderen. Nach einer viertel Stunde wollen wir dann gehen, als plötzlich Betti angerannt kommt. Die Pappnasen standen auf der anderen Seite des Museums.

Eigentlich wäre jetzt das F.B.I. angesagt, aber die machen schon um 16.00 Uhr zu. Also beschließen wir essen zu gehen. Gegenüber von dem Burger King ist ein Sportladen. Dort gibt es original Ocean Pacific t-shirts für $ 13,00, die bei uns DM 50,00 – 60,00 kosten. Frank kauft sich direkt 3 Stück und Clemens kauft eine schon gesuchte Baseballkappe, von den Philadelphia Phillies, da er Mitglied des Mülheimer Philadelphia Fan Clubs ist.

Auf dem Weg zum Washington Monument schauen wir uns noch 'The Shops" an, ein Einkaufszentrum. Dort kauft Betty sich einen genialen Ball: Wie ein Pudelmützenplümmel. nur aus Gummifäden. Als wir am Monument ankommen, stellen wir fest, daß es auch schon zu hat, weil es inzwischen schon 17.00 Uhr geworden ist. Also laufen wir weiter zum Lincoln Memorial. Der alte Mann sitzt da riesengroß auf seinem Stuhl, umgeben von Säulen.

Direkt neben dem Denkmal ist das Vietnam Veteran Memorial. Das Synonym "The Wall" ist treffender. Eine endlos lange Mauer, auf der jeder Name eines in Vietnam gefallenen amerikanischen Soldaten eingraviert ist. Davor stehen Fahnen und Blumen von Angehörigen.

Alle von uns sind jetzt fußkrank und müde. Wir beschließen zum Campingplatz zurückzufahren. Auf dem Weg zur Metrostation sehen wir noch einen Sportladen, der alle Mannschaften aller Sportarten ausrüsten könnte. Aufkleber, Wimpel und Klamotten hat er im Angebot, aber teuer. Als wir auf dem Campingplatz ankommen, denken wir eigentlich, dass wir nicht mehr kochen, sondern ein Brot schmieren und schlafen. Na ja, wie üblich zieht sich das so weit, dass wir das Bett erst gegen 2.00 Uhr finden.

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