4 Stunden Schlaf sind einfach zu wenig! Aber wir wollen um 7.00 Uhr losziehen, da wir nicht wissen, wie lang die Schlange vor dem Weißen Haus ist. Außerdem liegen wir im Zeitplan zurück und wollen wieder etwas aufholen. Zuerst versuchen wir, direkt am Washington Monument zu parken. Da vertreibt uns jedoch ein Ordnungshüter. Er gibt uns aber den Tipp, zum Jefferson Memorial zu fahren, wo wir dann auch parken. Um 9.00 Uhr kommen wir am Weißen Haus an. Es hat sich schon eine Schlange um das halbe Haus gewickelt. Um 10.00 Uhr wird geöffnet und die Schlange zieht sich recht schnell durchs Haus. Ein Wahnsinnsaufwand für so ein Staatsoberhaupt. Man sieht die Eßutensilien der Präsidenten, ihre Bilder und grüne, rote und blaue Räume. Wir haben uns erst für kurz nach Mittag verabredet, da wir die Schlange überschätz hatten. In der freien Zeit gehen wir noch mal in “The Shops” zum Einkaufen.

Die nächste Schlange wartet vor dem F.B.I.-Building auf uns. Dort bekommt man jede Menge Informationen über die Arbeitsweise, über bekannte Gangster und Statistiken. In den U S A geschieht alle zwei Minuten ein Verbrechen, alle 25 Minuten ein Mord. Die Amerikaner scheinen von dieser Institution angetan zu sein, denn sie lochen den Führer mit Fragen. Selbstredend brauchen die Amis noch etwas Lautes. Also wird die Führung mit einem krachenden Höhepunkt beendet: Die Firearm-Demonstration. Ein Amerikaner führt einen Revolver, eine automatische Pistole und ein vollautomatisches Schnellfeuergewehr vor, natürlich auf eine dem Menschen nachgebildete Zielscheibe. Übrigens, um Agent beim F. B. I. zu werden, muss man amerikanischer Staatsbürger sein und zwischen 24 und 35 Jahre alt.

Da wir Hunger bekommen haben, gehen wir wieder zu dem Burger King, wo auf der anderen Straßenseite der Sportladen war. Jetzt kauft Volker sich auch eine Baseballkappe (von den Washington Bullets).

Frisch gestärkt stehen wir in der Linie vor dem Washington Monument. die sich einmal um das ganze Denkmal gewickelt hat. Dort steht ein farbiger Monument Guide, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Linie durch zu organisieren. Um das Monument herum stehen Bänke, und wehe da steht einer. Nein, alle müssen schön brav sitzen. Ein anderer Guide zählt die Schlangesteher permanent durch. Als wir nach 1 Stunde Wartezeit oben sind, offenbart sich ein Panoramablick erster Klasse. Endlich einmal kann man das Pentagon ablichten.

Zurück an den Motorhomes angekommen stellen wir fest, daß der Washingtoner Feierabendverkehr eine Weiterfahrt unmöglich macht. Da es herrlich warm ist, ziehen wir die Shorts an und spielen Volleyball und Frisbee. Die Rush-Hour hält länger an als gedacht. Diese Verspätung müssen wir wieder einholen. Wir fahren ziemlich lange. Nach einer kurzen Pausen an einem Supermarkt (mit Charles, einem boy, der uns die Tüten zum Wagen trägt) und Nudeln mit Tomatensauce und Pilzen geht es direkt weiter. Irgendwann halten wir auf dem Parkplatz eines Fast-Foods.

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