Teil 13.

Heute ist wieder ein Tag ohne Wohnmobil-Kilometer. Wir wollen auf den Berg mit der Bahn.

Wir haben lange geschlafen und dann geduscht. Die Duschen sind sauber aber weil hier auf dem Camping-Platz auch die Jugendher­berge des Ortes ist und recht viele Rucksacktouristen auch duschen wollen, bilden sich vor den Duschen später kleine Warteschlangen.

Gestern hatten wir an der Rezeption Brötchen schon bestellt, die wir nach dem Duschen abholen. Gleichzeitig noch schnell eine Waschmaschine angemacht, dauert 35 Mi­nuten. Dann wird entspannt in der Sonne gefrühstückt.

 

Anschließend räumen wir den kompletten Kofferraum leer. Der ganze Teppich auf dem Boden ist vollständig durchnässt. Wir haben keine Idee, ob uns vielleicht etwas ausgelaufen sein könnte. Aller­dings ist hier so viel Wasser in dem Teppich, dass mehrere Liter ausgelaufen sein müssten. Das hätten wir bemerkt. Wahrscheinlich ist er schon seit 2 – 3 Tagen nass. Es kann sein, dass wir die Tür bei der morgendlichen Regentour auf dem Lone Camping-Platz bei Bergen nicht richtig zugemacht haben und der Kofferraum vollgeregnet ist.

Um 12.20 Uhr fährt die Flåm-Bahn pünktlich los. Die Fahrt dauert ca 1 Stunde, 20 Kilometer und 830 Höhenmeter. Die Landschaften sind sehr schön. Wenn man allerdings vorher derart spektakuläre Dinge wie den Preikestolen oder den Geiranger-Fjord gesehen hat, er­scheint die Fahrt beinahe langweilig.

Ungefähr auf halber Strecke hält der Zug an. Wir steigen aus und können von einer kleinen Plattform einen riesigen Was­serfall bestaunen. Im Zug hatte eine Durchsage davon erzählt, dass hier nach einer Sage ver­wunschene Elfen umherlaufen. Und tatsächlich, nach ein paar Minuten ertönt leise Musik und auf einer alten Burgruine in der Gischt des Wasserfalls erscheint eine Per­son, die sogar noch anfängt zu tanzen. Wie kitschig!

 

Oben in Myrdal gibt es nichts! Nur einen kleinen Bahnhof mit einem noch kleineren Café. Als der Zug nach ein paar Minuten wieder zurückfährt bleibt eine fast absolute Stille. Wir haben uns vorgenommen mit dem nächsten Zug wieder nach Flåm zu fahren. Dadurch haben wir 1.5 Stunden Auf­enthalt. Draußen auf der kleinen Terrasse machen wir es uns in der Sonne gemütlich.

Nach und nach kommen auch die Angestellten des Bahnhofs und des Cafés nach draußen und setzen sich in die Sonne. Sie haben ihr Mittagessen in Frischhaltedosen dabei und lassen es sich gut gehen. So ein Job ist nicht schlecht.

Jetzt fällt uns auf, dass hier oben eine große Anzahl Mountainbikes steht, die man anscheinend mieten kann. Wir erfahren, dass man auch nur die Bergfahrt mit dem Zug hätte kaufen und runter die 20 km mit dem Rad fahren können. Wäre auch für uns interes­sant gewesen, haben wir aber nicht gewusst. Jetzt haben wir schon die Rückfahrkarten und wollen diese nicht verfallen lassen.

Die Rückfahrt nach Flåm ist genauso „inte­ressant“ wie die Berg­fahrt. Einzig an einem Halt kurz unterhalb des Myrdal-Bahnhofs ste­hen ein paar Hundert Leute, die einsteigen wollen. Alles Tagestou­risten von einem Kreuzfahrtschiff unten im Fjord. Unterwegs halten wir noch einmal an dem Wasserfall und die „verwunschene“ Dame singt und tanzt erneut.

Flam Camping - Flam

Lage:4 out of 5 stars (4,0 / 5)
Groesse der Stellplätze:4 out of 5 stars (4,0 / 5)
Atmosphäre:4 out of 5 stars (4,0 / 5)
Ausstattung:5 out of 5 stars (5,0 / 5)
Sauberkeit:4 out of 5 stars (4,0 / 5)
Service:4.5 out of 5 stars (4,5 / 5)
Preis-Leistung:4 out of 5 stars (4,0 / 5)
Insgesamt:4.5 out of 5 stars (4,5 / 5)

Ein in Terassen angelegter Campingplatz mti ausreichend Stellflächen auch für große Fahrzeuge. Service einwandfrei. Die berühmte Flam-Bahn ist zu Fuß zu erreichen.

www.flaam-camping.no

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