Teil 20.

Der vorletzte Tag unserer Skandinavienreise. Und wir haben noch immer keinen Elch gesehen.

Regelmäßig standen während des ganzen Urlaubs Schilder am Stra­ßenrand, die vor irgendwelchen Tieren warnten. Bei Schafen und Ziegen konnten wir uns darauf verlassen, nach der Warnung welche zu sehen. Bei Elchen allerdings wurde viel zu viel versprochen. Kein Elch war auf der Straße. Daher machen wir auf dem Weg nach Hes­selager in Dänemark Halt in Markaryd. Hier soll es einen Elchpark geben. Leider haben wir keine genaue Anschrift und unser Naviga­tionssystem kennt den Park nicht. Letztlich finden wir den Park auch ohne Hilfe. Wir waren extra bereits 9.00 Uhr losgefahren, um um 11.00 Uhr die Besichtigungstour noch zu erreichen, und dann finden wir den Park nicht.

Gerade noch rechtzeitig kommen wir um 10.45 Uhr an. Schnell in den Souvenirshop und Tickets gekauft: 400 SEK (50 €). Man kann den Park mit dem eigenen Auto befahren und versuchen die Tiere zu entdecken. Wir entscheiden uns für die geführte Tour mit einem kleinen Bummelzug auf Rädern.

Im Zug finden wir Plätze in der ersten Reihe des Anhängers. Bevor wir losfahren verteilt der Zugfüh­rer noch Futterzweige an alle Rei­senden. Ob wir die Elche füttern können? Der Weg durch den Park soll 3 km lang sein und die Fahrt etwa 45 Minuten dauern.

Im ersten Wäldchen sehen wir den ersten Elch. Er schläft. Weiter geht es durch ein Tor in ein anderes Gehege. Hier leben Bisons. 10 Bi­sons von klein bis groß, bis richtig groß lassen sich vom Zug aus füt­tern. Ein Bison schlabbert den Kindern durch das Zugfenster Sabber auf die Hosen.

Zurück in den Elchteil des Parks. Endlich richtige Elche. Marie-Louise, Ida und Molly werden von dem Zugführer mit Zweigen aus dem Dickicht gelockt. Sie kommen tatsächlich bis an den Zug heran und lassen sich von uns füttern und teilweise sogar anfassen. Lilly möchte ihre Zweige nicht ausschließlich an nur einen Elch verfüt­tern und zieht sie daher in den Wagen zurück. Problem ist, dass der Elch gesehen hat, was Lilly Leckeres hat und schiebt seinen riesigen Kopf durch das Fenster über Sophie in den Wagen. „Lilly, jetzt gib ihm endlich den Zweig!“

Zum Schluss zwei Elch-„Stiere“. Frederik ist etwa 6 Jahre alt und ein richtig großer, ausgewachsener Elch – mit Geweih. Als Frederik sich von seinem Liegeplatz erhebt, bekommt sogar der Ranger Respekt und läuft lieber möglichst schnell wieder zurück zu seiner Lok. Vor Frederik kann man auch wirklich Angst bekommen. Es ist ein riesiges Tier. Als er dicht an unserem Abteil vorbeiläuft können die Kinder ihm sogar ans Geweih fassen. Übrigens sind Elche 100%ige Vegeta­rier. Da sie nur unten Zähne haben, könnten sie gar nicht beißen, selbst wenn sie wollten.

Nach 75 Minuten ist die Fahrt zu Ende. Der uns zunächst recht hoch erschie­nene Fahrpreis hat sich für uns absolut ge­lohnt.

Weiterfahrt in Rich­tung Dänemark. Hesselager soll ei­nen tollen 4-Sterne Camping-Platz haben, der wieder direkt am Wasser liegt. Unser Navigationssystem berechnet eine Fahrzeit von 4 Stunden. Die Fahrt durch den Süden von Schweden ist ziemlich langweilig. Außer Fel­dern und Wiesen ist rechts und links der Autobahn wenig zu sehen.

Von Malmö aus fahren wir über die Öresundbrücke nach Kopenha­gen in Dänemark. 86 € sind wir hierfür los. Und noch einmal 50 € für die nächste Brücke, die auf die Insel Fühnen führt. Wir hatten ge­dacht, Geld zu sparen, wenn wir statt der Fähre nach Puttgarden den Landweg über Jütland nehmen. Die zusätzlichen Brückenkosten und der Diesel für die Mehrkilometer zerstören diese Kalkulation allerdings schnell.

Der Camping-Platz ist wie beschrieben sehr schön. Er liegt direkt am Wasser und hat einen großen Spiel­platz und ein Schwimmbad. Wir suchen uns einen netten Platz auf einer großen Wiese und bauen unser Wohnmobil auf. Da wir nichts mehr zum Grillen einge­kauft hatten gehen wir heute in das kleine Restaurant auf dem Platz. Alles schon reserviert. Der Kellner bietet uns einen Platz auf der Terrasse an. Er verspricht uns sogar, dass es nicht anfangen wird zu regnen, obwohl in der Nähe recht dunkle Wolken aufziehen. Heute gibt es Buffet, mit einer Auswahl, die wir schon länger nicht mehr hatten. Haben wir uns in den letzten 3 Wochen so eintönig ernährt?

Dann fängt es entgegen dem Versprechen doch an zu regnen. Zum Glück waren wir schon fertig. Zurück zum Wohnmobil lassen wir den letzten Abend des Urlaubs ausklingen.

Bosore Camping – Hesselager

Lage:4.5 out of 5 stars (4,5 / 5)
Groesse der Stellplätze:4.5 out of 5 stars (4,5 / 5)
Atmosphäre:4.5 out of 5 stars (4,5 / 5)
Ausstattung:5 out of 5 stars (5,0 / 5)
Sauberkeit:5 out of 5 stars (5,0 / 5)
Service:5 out of 5 stars (5,0 / 5)
Preis-Leistung:4.5 out of 5 stars (4,5 / 5)
Insgesamt:4.5 out of 5 stars (4,5 / 5)

Ein sehr großer Platz mit vielen Wohnmobil-Stellplätzen. Unterteilt in verschiedene Parzellen, direkt am Wasser. Sehr viele Freizeitmöglichkeiten werden angeboten.
www.bosore.dk

HINWEIS

Alle Inhalte und Kritiken spiegeln ausschließlich unsere persönliche Meinung wieder. Wir distanzieren uns von allen Inhalten aller verlinkten Seiten auf unserer Homepage und machen uns diese Inhalte nicht zu eigen.
Mehr Fotos in der Galerie
Nächster Teil