Teil 6.

Wir wachen von lautem Geprassel auf. Es regnet wie aus Eimern. Draußen frühstücken kann man vergessen. Selbst der Gang zur Dusche ist nicht berühmt. In Regenjacke und mit Regenschirm machen wir uns nachei­nander auf zum Dusch­häuschen. 15 NOK (ca.1,75 €) kostet eine Münze für 6 Minuten warmes Wasser. Viel zu teuer. Entleerung des Wassertanks ist nicht möglich, da jemand auf dem Entsorgungsplatz geparkt hat und die Dame an der Rezeption keine Ahnung hat, wie sie ihn ausfindig machen kann. Frischwasser auffüllen ist jedoch kein Problem.

 

Leider fahren wir zunächst auf der falschen Straße, der E39. Diese Hauptstraße läuft viel zu weit vom Wasser entfernt entlang und wir wollen doch lieber das Meer sehen. Also 11 km wieder zurück nach Flekkefjord, um auf die Landstraße 44 zu kommen. Heute haben wir erstmals in Norwegen getankt. Obwohl die Nor­weger genug eigenes Erdöl fördern, ist Benzin und Diesel hier deut­lich teuer als in Deutschland. 60 L kosteten 800 NOK (ca. 100 €), in D liegt ein Liter Diesel bei ca. 1,40 €. Der Verbrauch ist erstaunlich gering. Nur ca. 10 l / 100 km.

 

Die 44 geht zunächst durch Berge, schroffe Felsen mit kleineren Wasserfällen. Wir haben ständig wechselnde Landschaften, in der Nähe von Egersund wird es eher flach und grün. Immer wunderschön am Wasser entlang.

Südlich von Stavanger biegen wir ab auf die 13 in Richtung Prei­kestolen / Jorpeland. Hier müssen wir das erste Mal eine Fähre über einen Fjord, den Høgefjord, nehmen. Ab 6 m Länge zahlt man den doppelten Fahrpreis: 204 NOK (ca. 25 €). Jetzt wissen wir, warum es vor unserer Reise die Empfehlung gab, nur ein Auto bis 5,99 m Länge zu buchen.

 

Einkaufen bei KIWI in Jorpeland, wir haben nichts mehr zum Grillen, weil unser Gefrierschrank unser Fleisch tiefgefroren hat. Wir kau­fen erstmalig Alkohol. 6 Dosen Bier: Hausmarke KIWI, eine Dose umgerechnet etwa 3 €.


Solvik camping: Anmeldung erst ab 18.00 Uhr. An der Rezeption hängt ein Schild, dass man sich ruhig schon einen Platz suchen soll und sich dann später anmeldet. Der Platz ist um 15.30 schon recht voll aber wir finden noch einen sehr schönen Platz mit Fjordblick. Wieder sehr abschüssig und die Unterlegkeile reichen wieder nicht aus, um das Wohnmobil gerade zu stellen.

23.00 Uhr ist Bettzeit. Heute fällt uns zum ersten Mal auf, dass es hier überhaupt nicht dunkel wird. 1 Stunde vor Mitternacht und es ist noch taghell. Das Versprechen an Lilly, hier ihren Stern, den Sie zu Weihnachten ge­schenkt bekommen hat, zu sehen, werden wir wohl nicht einlösen können. Es wird nicht dunkel. Morgens, wenn wir aufwachen ist es auch bereits wieder hell.

Solvik Camping – Jorpeland

Lage:4.5 out of 5 stars (4,5 / 5)
Groesse der Stellplätze:4 out of 5 stars (4,0 / 5)
Atmosphäre:4 out of 5 stars (4,0 / 5)
Ausstattung:4 out of 5 stars (4,0 / 5)
Sauberkeit:5 out of 5 stars (5,0 / 5)
Service:4 out of 5 stars (4,0 / 5)
Preis-Leistung:4 out of 5 stars (4,0 / 5)
Insgesamt:4.5 out of 5 stars (4,5 / 5)

Ein sehr schön gelegener Platz mit ausreichend Stellflächen. Teilweise leicht abschüssig. Ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen auf den Preikestolen.
www.solvik-hytter.no

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