Teil 7.

Wir stehen zeitig auf, weil wir noch in Ruhe frühstücken wollen und dann etwa 5-6 Stunden Fahrt bis Cape Coral vor uns haben. Frühstück heute auf der Terrasse des Hotelrestaurants. Es ist schon wieder ganz schön warm. Die Kulisse wieder super. Direkt am Wasser, Schiffe fahren aufs Meer hinaus und einige Leute sind schon mit ihren Jetskis unterwegs.

Zunächst aber noch einmal durch Key West, weil wir das Katzenhaus von Ernest Hemingway noch nicht gesehen haben. Wir finden es nur durch Zufall. Ein recht verwildertes aber im Vergleich zu den umliegenden Häusern, recht exklusives Haus.

2 Stunden Fahrt über die Keys zurück sind wieder genauso beeindruckend wie auf dem Hinweg. Kurz vor Miami kommen wir in ein heftiges Gewitter, das uns leise erahnen lässt, wie es bei einem Hurrikan in Florida so ist.

Unterwegs müssen wir das erste Mal tanken. Shell-Tankstellen gibt es hier beinahe häufiger als in Deutschland. Einen Kassierer gibt es nicht. Man muss die Kreditkarte in die Zapfsäule stecken, einige Daten eingeben und die Benzinsorte wählen, kommt alles aus derselben Zapfpistole. Interessant ist der Preis, 3,80 $ je Gallone, das sind ca. 75 €cent je Liter.

Wir biegen ab auf die US41, den Tamiami Trail, eine Straße, die quer durch Florida von West nach Ost führt, immer durch die Everglades, von Tampa nach Miami. Rechts und links sind verschiedene Häfen für Airboattouren sowie Alligatorfarmen. Und tatsächlich sieht Sophie als erste einen Alligator in einem Fluss am Straßenrand liegen. Danach folgen noch einige mehr, weil wir jetzt wissen, worauf wir achten müssen.

Etwa 1,5 Stunden vor dem Ziel steht mitten in der Wildnis am Tamiami Trail das wohl kleinste Postamt der USA. Tatsächlich sitzt sogar eine Dame drin, die Briefmarken verkauft und unsere Postkarten im Empfang nimmt. Freunde in Deutschland werden mit Poststempeln dieses besonderen Post Office beglückt.

Um 17.00 Uhr kommen wir in Cape Coral an und finden unser Haus sofort. Der Schlüssel liegt in einer Schlüsselbox, der mit Zahlencode gesichert ist. Der erste Blick geht von der Eingangstür durchs Wohnzimmer direkt nach draußen zum Pool und das offene Meer. Super, schnell alles angeschaut, etwas gegessen und dann zum Einkaufen. Ein Winn-Dixie-Supermarkt ist direkt in der Nähe.

Zurück zum Haus, alles auspacken und Essen machen. Auf unserer Terrasse am Pool gibt es einen Elektrogrill. Ist aber nicht so ein einfacher wie wir ihn zu Hause für unsere Camping-Reise vor 2 Jahren gekauft haben. Dieser hat u. a. eine eingebaute Absaugvorrichtung, die sowohl Rauch als auch Flammen absaugt. Steaks, „Bratwurst“ und Hühnerbollen, dazu Salat, Wein und Bier. Passt!

Draußen hängt ein Fernseher, wie eigentlich überall, und wir schauen Baseball. Lilly ist ein richtiger Baseballfan geworden.

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