Teil 9.

Heute fahren wir mit dem Auto nach Sanibel Island. Zuerst kommen wir gar nicht an den Strand, da überall Häuser gebaut sind. Am Leuchtturm an der Südspitze ist ein Parkplatz. Einige Zeit müssen wir warten bis ein Platz frei wird. Heute ist Wochenende und alle Amerikaner zieht es zum Wasser. Wir ziehen ein Parkticket für 1,5 Stunden und gehen an den Strand, Muscheln sammeln. Sanibel ist bekannt für die vielen Muscheln am Strand. Alle 3 Damen finden Muscheln, sind aber von der generellen Ausbeute enttäuscht. Sie hatten mehr erwartet. Außerdem wird es uns zu heiß, ca. 36°C im Schatten, nur, wir haben keinen Schatten.

Zurück zum Auto, Pepsi aus der Kühlbox und weiterfahren. Über Sanibel nach Norden, dann über eine kleine Brücke nach Captiva Island. Sobald wir über die Brücke sind, sehen wir, wo die wohlhabenden Amerikaner ihre Ferienhäuser haben: HIER! Eine Villa nach der Nächsten. Wir fahren bis zum oberen Ende der Insel. „North Captiva“ kann man nur mit dem Boot erreichen, das wollen wir morgen wieder versuchen.

Also zurück. Direkt hinter der Brücke nach Sanibel haben wir einen kleinen Parkplatz gesehen, halten an und gehen noch einmal an den Strand zum muschelsuchen. Hier ist die Auswahl deutlich größer. Die Frauen sind vollkommen in ihrem Element und fischen aufgeregt durchs Wasser. Kleine, große Muscheln, Schneckenmuscheln, weiße und bunte. Als wir uns schon fast wieder auf den Rückweg machen wollen, hören wir Rufe von anderen Leuten. „Delfine!“ direkt vor uns, ca. 50 – 100 Meter vom Strand entfernt schwimmen 4 Delfine. Es sieht aus, als kämen sie nicht mehr alleine zurück ins tiefe Wasser. 15 Minuten und sie schwimmen wieder aufs offene Meer.

Zurück ins Auto, Klimaanlage an und etwa 1 Stunde zurück nach Cape Coral fahren. Unterwegs halten wir an einem Souvenirladen an. Hier werden die Schneckenmuscheln, die wir auch gefunden haben verkauft, für 1,99  $ je Stück.

Der nächste Tag ist wieder ein boater day. Wir wollen wieder nach North Captiva bzw. Cayo Costa, wo wir vorgestern schon waren. Zunächst müssen wir aber tanken. In der Fort Myers Marina gibt es eine Tankstelle. Die Dame an der Säule hilft uns anlegen. 40 Gallonen (150 Liter) für 130$ (etwa 90 €). Ein ganz schön teurer Spaß, für 4-5 Stunden Bootfahren.

Nun wieder in Richtung Sanibel, Captiva und Pine Island. Heute kennen wir den Weg und brauchen die Karte kaum noch zu Rate zu ziehen. Unterwegs sehen wir wieder viele Delfine und Pelikane. Nur Manatees haben wir noch nicht entdeckt. Um 14.00 Uhr kommen wir am Ziel an, leider schaffen wir es wieder nicht zu ankern. Verschiedene Versuche scheitern an unserem Unvermögen, den Anker auszuwerfen, die Leinenlänge richtig abzustimmen oder das Boot richtig zu positionieren. Letztendlich schieben wir die Schuld auf die Strömung, die uns immer wieder aus der gewollten Position treibt. Wir geben auf, dann eben nicht an den Strand.

Zurück nach Cape Coral. Die Fahrt dauert etwa 1,5 Stunden. Nach der Hälfte der Zeit ziehen dunkle Wolken auf. Regen und Gewitter. Alle Boater versuchen, so schnell wie möglich nach Hause zu kommen. Es beginnt zu regnen, wir werden komplett nass. Es tut weh, es wird kalt. Die Kinder decken sich mit Handtüchern zu, ich muss fahren und bin froh, eine Mütze mit Schirm zu haben, die den Regen ein kleines Bisschen abhält.

Nach 10 Minuten hört der Regen auf und die Sonne schein wieder. Wir fahren ruhig das letzte Stück bis zu unserem Dock. Als wir aussteigen, fängt es wieder an zu regnen. Also schnell alles raus aus dem Boot und zum Haus.

Als wir abends noch einmal nach dem Boot schauen, schnauft etwas hinter mir im Wasser. Ein Manatee schwimmt vorbei. Jetzt haben wir alle Tiere der Region gesehen.

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