Venedig – Italien – Ein Kurzbesuch für 1 1/2 Tage

Wir sind wieder in Venedig. Dieses Mal für eine Übernachtung. Im Herbst unternehmen wir (nur zu dritt mit Lilly) eine kleine Reise nach Norditalien und legen einen Stop in Venedig ein. Zu dieser Jahreszeit wirklich eine Reise wert.

Mit dem Auto kommen wir morgens in Vendig an. Autobahnen und die lange Brücke zur Insel sind für Italienische Verhältnisse recht leer. Auf der Parkplatzinsel “Tronchetto” suchen wir etwas länger als geplant nach dem Touristenparkhaus. Die Beschilderung ist verbesserungswürdig. Als Tipp: direkt nach der Auffahrt auf die Insel rechts in das Parkhaus einbiegen. Die Gebühren für einen Tag betragen 21,00€ je Fahrzeug. Bereits beim Aussteigen aus dem Auto erwarten uns “nette” Männer, die uns die besten Bootstaxis zum Markusplatz anbieten. Wir lassen uns nicht überrumpeln und laufen die 100 Meter zum Anleger “Tronchetto” der ACTV. Die Linie 2 fährt in kurzen Abständen in Richtung Markusplatz. 7,50 € je Person kostet die Fahrt. Es ist egal wo man aussteigt. Das Ticket ist 75 Minuten gültig.

Ausstieg an der Haltestelle San Marco/San Zacharia. Die Fahrt dauert etwa 20 Minuten. Von hier aus laufen wir 10 Minuten mit unserem kleinen Rollkoffer zu unserem Hotel, die Anwohner werden sich über die ständigen Koffergeräusche auf dem Kopfsteinpflaster freuen. Wir haben das Liassidi Palace-Hotel gebucht, das sehr zental im Ortteil Cannaregio, direkt an einem kleinen Kanal liegt. Wir hätten auch mit einem privaten Taxi vom Parkhaus direkt zum hoteleigenen Anleger fahren können. Die Kosten hierfür standen mit 80,00 € für uns allerdings in keinem guten Verhältnis.

Vom Hotel sind wir sehr schnell zu Fuß bis zum Markusplatz gelaufen. Venedig kann man ohnehin sehr gut zu Fuß erkunden. Notfalls stehen an den Außenseiten sowie am Canale Grande immer Busbootslinien zur Verfügung, die einen für ein kleines Entgeld transportieren. Der Markusplatz stand wohl bis heute Morgen unter Wasser (aqua alta). Überall sind noch hölzerne Stege aufgestellt, damit die Leute trockenen Fußes über den Platz laufen können. Unser erstes Ziel ist das Cafe Lavena, direkt auf dem Platz. Wir trinken den obligatorischen Aparol Spritz und Lilly bekommt ein Sandwich. Dazu spielt eine kleine Gruppe fröhliche Musik. Die Location muss bezahlt werden. Allerdings sind 58,00 € für diesen kleinen Snack absolut überteuert. Trinkgeld gibt es hierfür nicht.

Nach der Stärkung ist die Warteschlange zum Eintritt in den Markusdom “verschwunden”. Dennoch dürfen wir nicht sofort hinein, da mein Rucksack nicht zugelassen ist. Er kann kostenlos “um die Ecke” zur Aufbewahrung gegeben werden. Nur ist um die Ecke nicht so einfach, wie es scheint. Der Gepäckabgaberaum ist in einer kleinen Seitenstraße neben dem Glasgeschäft von Venini untergebracht. Eine deutliche Beschilderung fehlt. Der Dom selber ist sehr beeindruckend. Insbesondere die goldenen Deckenmosaike sollen die größten und schönsten weltweit sein.

Wir laufen durch kleine Gassen bis zur Rialtobrücke. Versuchen dabei immer, die Haupttouristenrouten zu vermeiden. Die anderen kleinen Wege sind bestimmt genauso schön und die Geschäfte leerer und möglicherweise etwas preiswerter. Der Weg zur bekannten Brücke dauert für uns etwa eine halbe Stunde. Die Geschäfte auf der Brücke sind auf die Touristen ausgerichtet. Es wird viel Ramsch zu überhöhten Preisen angeboten. Es ist bereits 16.00 Uhr und wir entscheiden, auf der anderen Seite des Canale Grande durch die Ortsteile San Polo und Dorsoduro bis zur “Accademia” zu laufen. Auf diesem Weg kommen wir an vielen kleinen Geschäften aber auch an ruhigen Plätzen, auf denen oft Venezianer ihren Aperol trinken, vorbei. An der Accademia führt eine Brück zurück über den Canale Grande nach San Marco. Von hier ist der Weg zum Markusplatz nicht mehr weit. Auf halbem Weg zurück zu unserem Hotel, verfallen wir den Anwerbekünsten des Restaurants “Da Roberto” und setzen und draußen an einen Tisch, um abend zu essen. Die Entscheidung war goldrichtig. Die Atmosphäre ist toll, das Essen und der Wein sind sehr gut und auch die Preise für Venedig überrasschend niedrig. Für eine gemeinsame Vorspeise, zwei Pizzen, einmal Pasta sowie Wein und Wasser werden nur 58,00 € aufgerufen, der gleiche Preis wie für den Aperol auf dem Markusplatz ein paar Stunden zuvor.

Weiter zu Hotel kaufen wir noch eine kleine Karnevalsmaske. Hier sollte man unbedingt darauf achen, dass es sich um eine orginale aus Venedig handelt und nicht um Chinaimporte. Im Hotel wartet noch die nette Bar im Innenhof auf uns, wo wir gerne noch einen Wein trinken und bei mildem Wetter den Tag ausklingen lassen.

 

Liassidi Palace – Venedig

Lage:5 out of 5 stars (5,0 / 5)
Ausstattung:4.5 out of 5 stars (4,5 / 5)
Personal:5 out of 5 stars (5,0 / 5)
Sauberkeit:5 out of 5 stars (5,0 / 5)
Preis-Leistung:4.5 out of 5 stars (4,5 / 5)
Insgesamt:5 out of 5 stars (5,0 / 5)

Ein wunderschönes Hotel sehr zentral in Venedig gelegen. Schöne Zimmer, perfekter Service und topfreundliches Personal. Uneingeschränkt zu empfehlen.
www.liassidipalacehotel.com

HINWEIS

Alle Inhalte und Kritiken spiegeln ausschließlich unsere persönliche Meinung wieder. Wir distanzieren uns von allen Inhalten aller verlinkten Seiten auf unserer Homepage und machen uns diese Inhalte nicht zu eigen.
nächster Tag – Murano